Projekt Hool Gespräche mit Beteiligten

 

Simon Kirsch, Schauspieler


In wie vielen Theaterstücken haben Sie bis jetzt mitgespielt?pielt?
Er spielte bis jetzt in ca. 90 Stücken mit.
Wie sind Sie auf die Schauspielerei gekommen?
Es war schon immer ein Traum von ihm Schauspieler zu werden.
Was war bis jetzt Ihr erfolgreichstes Theaterstück?
Simon Kirsch konnte uns diese Frage nicht beantworten, dafür konnte er uns sagen, was bis jetzt sein Lieblingsstück war und das ist “Romeo und Julia”.
Ist es schwierig die Texte auswendig zu lernen?
Für eine Seite vom einem Text braucht er ungefähr drei Tage.
Ist Ihnen schon mal auf der Bühne etwas Peinliches passiert, wenn ja, wie haben Sie diese Situation gemeistert?
Einfach nicht zeigen und so tun als wäre nichts passiert.
Können Sie uns fünf Eigenschaften nennen, die man fürs Schauspiel braucht?
Diese Frage beantwortete er uns mit: Fantasie, Menschenkenntnis, Texte mögen, Humor, Egoismus.
Sind Sie nervös, wenn Sie auf der Bühne stehen?
Es kommt drauf an. Bei der Generalprobe von HOOL war er sehr nervös. Welche Ausbildung braucht man, um Schauspieler zu werden?
Schauspielen ist nicht unbedingt ein Beruf, wo man unbedingt eine Ausbildung braucht.
Können Sie das Schauspielen mit drei Wörtern beschreiben?
Konzentration, Spaß und man muss laut sprechen können.

 

Justus Maier, Schauspieler

Wollten Sie schon als Kind Schauspieler werden?
Nein, früher wollte ich Lokomotivführer werden.
Standen Sie als Kind/Jugendlicher schon mal auf der Bühne?
Ja.
Wieso wollten Sie Schauspieler werden?
Mit 15 Jahren war ich in einer Band. Dort habe ich gesungen und getextet. Besonders das Texten hat mir so sehr gefallen, dass ich mich dazu entschied, Schauspieler zu werden.
Seit wie vielen Jahren sind Sie Schauspieler?
Seit drei Jahren.
Was mögen Sie am meisten beim Schauspiel?
Meine Kollegen und das Stück.
Haben Sie schon oft Hauptrollen gespielt? Hatten Sie auch mal eine Premiere außerhalb von Deutschland?
Nein, leider noch nicht.
Wie bereiten Sie sich vor einer Premiere vor?
Vorher gehe ich im Kopf meinen Text durch und denke an eine schöne Verabredung.
Sind Sie vor einer Premiere aufgeregt?
Ja, aber ich finde, das Aufgeregt sein eigentlich gut ist.
Haben Sie mal bei einer Premiere ihren Text vergessen?
Ja, das kann aber jedem passieren.
Wie lernen Sie die Texte auswendig?
Am Küchentisch mit einem Glas Wasser und sehr viel Zeit.
Ist Ihnen mal etwas Peinliches auf der Bühne passiert?
Ja, man muss einfach weitermachen.
Waren Ihre Tattoos bei der Probe von HOOL echt?
Nein, aber richtig gut aufgeklebt. Sie würden erst abfallen, wenn das Stück schon längst vorbei wäre.
Hatten Sie schon mal eine Kussszene?
Ja, mit einer Mitstudentin. Ich finde, dass Kussszenen etwas sehr schönes im Theater sind. Ich freue mich auf die nächste.
Vielen Dank, dass wir Sie interviewen durften. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei ihrer Schauspielkarriere.

Das Gespräch führten Aylin und Lisa

 

Daron Yates, Schauspieler

Was macht Ihnen am meisten Spaß bei der Arbeit als Schauspieler?
(lacht) Jeden Morgen wenn ich aufstehe und zur Arbeit gehe, weiß ich, ich kann machen, was mir Spaß macht. Im Sinne von ich kann mich ausprobieren. Es ist immer anders und wird nie langweilig.
Was verbinden Sie mit dem Stück HOOL?
Der erste Gedanke, der mir gekommen ist, war “Fußball/Hooligans” – später das Schicksal eines jungen Mannes.
Wie lange haben Sie gebraucht, um Ihren Text auswendig zu lernen?
(lacht) Lange! Seit dem 23. Oktober proben wir. Und davor noch ungefähr zwei Wochen nur lernen.
Haben Sie Tricks, Ihren Text zu lernen?
Ich mache mir Sinnabschnitte, z. B: “In dem Teil geht es um meine Freunde und in dem anderen Teil geht es um meine Familie…”
Welche Rollen haben Sie schon mal gespielt?
Schon viele verschiedene. Mein erstes Stück war in Luxemburg, das Stück hieß “Killer Joe” von Tracy Letts. Die Rolle hieß Chris.
Haben Sie ein Idol?
Um die Schauspieler zu nennen, die ihr vielleicht kennt – das sind z. B. Christian Bale, der Schauspieler von “Batman” oder Brad Pitt, der meiner Meinung nach einen Oskar verdient hat.
Konnten Sie sich in Ihrer Rolle in HOOL widerspiegeln?
Ich habe noch nie bei Hooligans mitgemacht, aber ich habe versucht, es möglichst authentisch zu spielen.
Ist es für Sie anstrengend, so viel zu schreien?
Ich habe tatsächlich seit einer Woche “Stimmprobleme”. Es ist also anscheinend schon anstrengend.
Haben Sie in ihrem Job Freunde gefunden?
Na klar, auf jeden Fall! Zwei meiner engsten Freunde sind Schauspieler.
Würden Sie gerne in einem Film mitspielen?
Ja, habe ich sogar schon.
Waren Sie an einer Schauspielschule?
Ja, war ich, und zwar in München.
Wie lange arbeiten Sie schon als Schauspieler?
Ich habe vier Jahre eine Ausbildung gemacht und bin seit drei Jahren im Job.
Was war Ihre Lieblingsrolle?
In “Killer Joe” der Chris.
Welche Ziele setzten Sie sich in der Zukunft?
Natürlich weiter Theater zu spielen und noch mehr international zu arbeiten.
War es Ihr Kindheitstraum Schauspieler zu werden?
Ja, war es eigentlich schon. Mit fünf oder sechs Jahren hatte ich das erste Mal die Idee. Aber erst mit 20 Jahren habe ich mich richtig mit dem Schauspiel befasst.
War Ihr Karrierestart leicht oder schwer?
Beides. Ich hatte das Glück, Jobs zu bekommen, was nicht unbedingt immer der Fall ist. Aber es war jetzt nicht so, dass die Rollen mir einfach so zu geflogen sind.
Wie haben Sie sich in der aktuellen Rolle gefühlt?
Es musste eine gewisse Aggressivität vorhanden sein, aber der Roman gibt auch noch mehr her, der Mann Heiko versucht sich eine Familie auf zu bauen. Es ist viel Frustration und Schmerz da.
Welche Rolle hat Ihnen am besten gefallen?
Es sind so viele Rollen, in die wir reinschlüpfen, dass jede Rolle, die man gerade spielt, Spaß macht.
Verstehen Sie sich gut mit den anderen Darstellern?
Ja, zum Glück schon. Also wir kommen alle gut klar.
Ist es Ihnen unangenehm, in eine weibliche Rolle zu schlüpfen?
Nein eigentlich nicht.

Das Gespräch führten Lavinia Goebbels, Mia Zopes, Antoni Fileti und Franca Thiede

 

Anne Ehrlich, Bühnenbildnerin

Wie lange machen Sie Ihren Beruf schon?
Seit 2004.
Wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen?
Ich habe schon in der Schulzeit in einer TheaterAG mitgemacht und habe da schon Bühnenbilder für die Stücke in der Schule gemacht. Später habe ich Bühnenbild studiert.
Muss man irgendetwas besonders gut können?
Man sollte am besten erst mal ein Praktikum machen, um herauszufinden, ob einem der Beruf Spaß macht. Dann muss man eine Aufnahmeprüfung bestehen. Man sollte gut zeichnen können.
Was mussten Sie für eine Ausbildung machen?
Ich habe in Hannover Bühnen-Kunst und Kostüm studiert.
Arbeiten Sie auch am Wochenende?
Wenn ich ein neues Stück plane und entwerfe, dann schon. Aber sonst eher nicht.
Was macht Ihnen am meisten Spaß an Ihrem Beruf?
Mir machen die Endproben und die Zusammenarbeit mit den anderen im Theater sehr viel Spaß.
Bekommen Sie bestimmte Vorgaben für Ihre Entwürfe? Können Sie auch Ihre eigenen Ideen einplanen?
Ich kriege eine Idee vom Regisseur, bei HOOL zum Beispiel das Thema Gewalt. Ich kann dann meine eigenen Ideen benutzen. Ich muss aber gucken, dass meine Ideen umgesetzt werden können. Ich arbeite bei der Planung sehr eng mit dem Regisseur zusammen und dann später bei der praktischen Umsetzung im Theater mit den Werkstätten und den Technikern zusammen.
Was stellen Sie am häufigsten her? Welche Räume entwerfen Sie am liebsten?
Realistische Räume mit etwas abstraktem.
Haben Sie bei manchen Stücken Probleme damit, Entwürfe oder Ideen für das Bühnenbild zu finden?
Ja.
Haben Sie noch Zeit für Hobbys?
Ja, nach den Proben.
Haben Sie auch Freunde durch Ihre Arbeit gefunden?
Ja, sogar sehr viele.
Was war der tollste Moment bei Ihrer Arbeit?
In Hamburg das Stück “Das letzte Feuer” und in Köln das Stück “Die Lücke”.

 

Tine Becker, Kostümbildnerin

Hallo, wir würden Ihnen gerne ein paar Fragen zu Ihrem Beruf stellen.
Können Sie uns sagen, seit wann Sie schon in diesem Beruf arbeiten?
Ich schätze seit ca. 15 Jahren.
Wollten Sie schon immer Kostümbildnerin werden?
Ja, ich habe schon als Kind immer gerne Klamotten gemalt und designt. Und ich habe diese Kleidung dann meinen geliebten Barbies angezogen.
Braucht man eine spezielle Ausbildung, um diesen Beruf machen zu können?
Kostümbild ist ein Ausbildungsberuf. Man kann es zum Beispiel in Wien, Berlin oder Hamburg lernen.
Was mögen Sie an diesem Beruf besonders gern?
Man arbeitet ziemlich frei und kann Kleider entwerfen. Außerdem lernt man viele verschiedene Leute kennen.
Haben Sie geregelte Arbeitszeiten?
Nein, wenn ich mitten in einer Produktion bin, arbeite ich manchmal bis tief in Nacht. Dafür habe ich aber auch manchmal längere Zeit frei.
Wie lange dauern die Vorbereitungen für ein Stück?
Etwa ein halbes Jahr bis eineinhalb Jahre vorher beginnen wir mit der Arbeit.
Was machen Sie während einer Vorstellung?
Ich bin zuhause bei meinen Kindern. Wie viele andere Mitwirkende bin ich bei der Premiere noch dabei, danach bei den folgenden Aufführungen aber nicht mehr. Ich arbeite dann schon an der nächsten Produktion.
Wir haben gesehen, dass die Schauspieler Tattoos tragen. Wie werden die denn hergestellt? Sind das dieselben, die wir auch in der Drogerie kaufen können?
Im Prinzip schon. Nur werden unsere Tattoos von Designern entworfen und ein Zeichner überträgt das Ganze dann, damit es auf eine sogenannte Transferfolie gedruckt werden kann. Die Maskenbildner übertragen es dann auf den Körper des Schauspielers.
Was machen Sie, wenn kurz vor der Probe oder der Vorstellung ein Kleidungsstück kaputt geht?
Wir haben immer ein paar Ersatz-Kleidungsstücke für den Fall, dass etwas reißt oder schmutzig wird.
Vielen Dank für das Interview.

Das Gespräch führten Charline, Karoline und Raul

 

Martin Krutmann, Bühnenmeister

Wie sind Sie zu Ihrem Job gekommen? Ich bin gerne zu Rock´n Roll-Konzerten gegangen und bin so hinter die Bühne gekommen.
Was machen Sie genau im Bereich Technik?
Ich bin dafür zuständig, dass alles während einer Show sicher über die Bühne geht. Ich schaue also, dass alles sicher ist.
Was macht Ihnen am meisten Spaß an Ihrem Job?
Ich kann nicht sagen, dass ich irgendetwas spezielles wirklich am liebsten mache. Alles in meinem Job macht mir Spaß.
Was war als Kind bzw. früher Ihr Berufswunsch?
Ich hatte als Kind nie einen wirklichen Berufswunsch wie z. B. Feuerwehrmann oder Polizist.
Was wäre denn jetzt Ihr Berufswunsch, wenn Sie Ihren Beruf nicht machen könnten?
Wenn ich kein Techniker sein könnte, würde ich gerne ein Schlagzeuger in einer erfolgreichen Band sein.
Was machen Sie, während das Theaterstück gespielt wird?
Ich bin für die gesamte Bühnentechnik verantwortlich, überwache vor und während der Vorstellung das Geschehen. Normalerweise muss ich nicht eingreifen.
Spielen Sie selber ein Instrument?
Ich habe früher Schlagzeug gespielt. Jetzt mache ich leider in dem Sinne keine Musik mehr.
Wie lange machen Sie Ihren Job schon?
Ich mache meinen Job schon 15 Jahre.
Und wie lange wollen Sie Ihren Job noch machen?
Ich möchte meinen Job so lange wie nur möglich weiter machen!
Was sind Ihre Hobbys neben Ihrem Job? Bleibt Ihnen noch viel Freizeit?
Also es bleibt Freizeit und in dieser wandere ich gerne, höre Musik oder gehe ins Kino.
Haben Sie ein Idol?
Ein Idol habe ich nicht richtig aber Iggy Pop finde ich schon toll.
Wo sind Sie ausgebildet worden?
Ich bin in der Handwerkskammer in Köln ausgebildet worden.
Was ist das wichtigste an Ihrem Beruf?
Es gibt viele Dinge, auf die ich achten muss. Aber das allerwichtige an diesem Beruf ist es, dass alle nach einem langen Arbeitstag gesund nachhause kommen.

Das Gespräch führten Emily und Maite

 

Stawrula Panagiotaki, Dramaturgin

 

Michael Frank, Lichtgestaltung

 

Vivan Bhatti, Musik

 

Katrin Lehmacher, Bühnenbildassistenz

 

Karolin Killig, Videotechnik