Schule der Zukunft

Schule der Zukunft

Das Hölderlin Gymnasium nimmt seit 2017 an der landesweiten Kampagne „Schule der Zukunft“ teil. Ziel der vom Bildungs- Und Umweltministerium des Landes NRW getragenen Kampagne ist die Förderung der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE). 

Dabei geht es vor allem darum, Umwelt- und Naturschutzthemen langfristig im Alltag von Schulen Kitas und außerschulischen Partnern zu verankern.

„Nachhaltigkeit“ soll dabei als Lerngegenstand im Unterricht verhandelt werden, mindestens ebenso aber auch als Praxis erfahrbar werden.

So trennt die Schule, z.B. in allen Klassen konsequent Müll und hat das Kopierpapier auf Recyclingpapier umgestellt. Ein wichtiger Baustein ist für das Hölderlin die Naturpädagogik, ein Bereich, wo die Schule intensiv mit der Querwaldeine.V.als außerschulischem Partner kooperiert.

Der Schule ist bewusst, dass es auf dem Gebiet der praktischen Umsetzung noch viel zu tun gibt. Oftmals muss erst ein Bewusstsein geschaffen werden, z.B. für die Problematik von Plastik-Einwegflaschen, die von vielen Schülerinnen und Schülern als unproblematische Gebrauchs­güter empfunden werden. Ansprechpartner für Schule der Zukunft sind am Hölderlin Andreas Witt und Jennifer Jung.

Derzeit beteiligt sich die Schule nur mit einem Projekt, nämlich „Stadtnatur“ an der Landeskampagne, dies jedoch mit großem Engagement.

Ziele des Projektes Stadtnatur

Während digitale Medien, wie das Smartphone, als Informationsquelle für Schülerinnen und Schüler immer wichtiger werden, mangelt es ihnen zunehmend an primärer Sinneserfahrung. Ein Mangel an primärer Naturerfahrungist bei Kindern aus Köln-Mülheim besonders deshalb zu beobachten, weil viele in Mietwohnungen ohne eigenen Garten und insgesamt in einem stark urban geprägten Umfeld aufwachsen.

Dies hat zur Folge, dass “klassische” Naturerfahrungen der Kindheit, wie das Sammeln von Käfern, das Fangen von Kaulquappen oder das Klettern auf Bäume nicht zum lebens­welt­lichen Erfahrungsschatz unserer Schülerinnen und Schüler gehören. Damit in direktem Zusam­menhang steht ein Mangel an Artenkenntnissen, weil selbst klassische Kulturfolger, wie der Spatz, die Amsel oder das Eichhörnchen nicht mehr als solche erkannt und benannt werden können.

Ein zentrales Ziel des Projektes Stadtnatur ist es daher, die Schülerinnen und Schüler des Hölderlin-Gymnasiums für die Natur in ihrem direkten Umfeld zu sensibilisieren. Sie sollen im schulischen Rahmen primäre Naturerfahrungen machen.

Bisher durchgeführte Aktionen im Rahmen des Projektes Stadtnatur:

  • Im Biologie Unterricht besuchen die Schülerinnen und Schüler der Stufe 7 im Rahmen der Unterrichtseinheit Waldökologie mit Querwaldein den Buchenwald in Köln-Thielenbruch.
  • in der 7. Klasse und der Q1 wird häufig der Lumbricus in den Thielenbruch eingeladen, um dort Gewässerbestimmungen vorzunehmen 
  • der “vor der Haustür” liegende Mülheimer Stadtgartenwird im Biologie Unterricht verstärkt als Lernort eingesetzt, z.B. bei der Bestimmung von Bäumen oder heimischen Singvögeln, oder der Untersuchung von Bodenlebewesen
  • außerschulische Lernorte der näheren Umgebung, wie das Naturgut Ophovenin Leverkusen, der Thurner Hofin Dellbrück oder Gut Leidenhausenin Porz werden im Rahmen von Unterrichtsgängen regelmäßig besucht
  • im Rahmen derNaturforscher AGbesteht für Schülerinnen und Schülern auch außerhalb des Unterrichts die Möglichkeit “Stadtnatur” zu erfahren
  • die Schulhof AGbemüht sich durch das Anlegen von Blumenbeeten um eine Verschönerung des Innenhofes
  • die Nachhaltigkeits-AG bemüht sich um Ressourcenschonung im Schulalltag
  • die SVunterstützt die Kampagne zur Müllvermeidung

Das Hölderlin Gymnasium sieht in diesem Projekt auch ein soziales Ziel im Sinne der Nachhaltigkeit, insofern insbesondere Schülerinnen und Schülern aus sozial benachteiligten Schichten, Naturerfahrungen ermöglicht werden, die sie sonst nicht machen könnten. Hinzu kommt, dass sich die Auseinandersetzung mit natürlichen Phänomenen und die Bewegung im Freien nachweislich positiv auf die psychische Gesundheit der Schülerinnen und Schüler auswirken.