Das CELSIUS-Projekt: Das Hölderlin-Gymnasium verfügt über eine neuartige Technologie zur Wärmegewinnung 

Kaum einem Schüler oder einer Schülerin des Hölderlin, die im Winter am Heizungsregler eines Heizkörpers drehen, dürfte bewusst sein, dass modernste Umwelttechnologie hinter dem warmen Wasser in unseren Heizungsrohren steckt. 

Das Hölderlin Gymnasium ist Teil eines Pilot-Projektes, bei dem die Heizungswärme durch Rinnenwärmetauscher aus dem Abwasserkanal gewonnen wird, der unter der Sonderburger Straße neben der Schule vorbeifließt. 

Entwickelt wurde dieses Verfahren gemeinsam von der Rheinenergie, den Stadtentwässerungsbetrieben, der Stadt Köln und der Technischen Hochschule Köln. 

Die Grundidee hinter dem Verfahren ist ebenso einfach, wie genial: In Abwasser-kanälen fließt warmes Wasser, das z.B. aus Badewannen, Spülbecken und Toiletten stammt. Die Wärmeenergie die in diesem Wasser steckt, wird nun über Wärme-tauscher, die im Boden des Kanals liegen, ausgetauscht. 

Von dort aus wandert das erwärmte Leitungswasser zu einer Wärmepumpe und landet schließlich mit einer Leistung von 150 und 200 kW im Heizungskeller des Högy, von wo aus es in die Heizkörper der Klassenräume fließt. 

Dieses Verfahren vermeidet große Mengen CO2, weil die Abwärme aus dem Abwasserkanal genutzt wird, statt wie bei einer Erdgas- oder Erdölheizung, fossile Brennstoffe zu verfeuern.