Das HöGy startet mit sechs Staffeln im 27. Köln Marathon

5. Oktober 2025. „War das vergangenes Jahr auch so voll hier?“, fragt eine Mutter, als sie ihr Kind zur Wechselzone 2 des Schulmarathons am Chlodwigplatz bringt. „Nee“, antwortet ein Herr, „und das war auch gerade eben noch nicht so voll. Wahnsinn.“ In Fünferreihen stehen die Jugendlichen vor der Severinstorburg und warten auf die Läuferinnen und Läufer, die vom Bismarckturm am Bayenthalgürtel aus über Rodenkirchen 7 Kilometer weit zu ihnen gerannt kommen.

Tatsächlich ist es ein Marathon der Rekorde, den Köln da am 5. Oktober 2025 erlebt. Der Schulmarathon ist ausgebucht. Insgesamt 37.053 Läuferinnen und Läufer treten an zum Halbmarathon, der ganzen Strecke über 42,195 Kilometer, im Staffel- oder eben dem Schulmarathon, berichtet das Portal laufreport.de, das sei ein „Zuwachs von über 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr“. Und einen Streckenrekord gibt’s auch noch: Der Kenianer Barnaba Kipkoech gewinnt das Hauptrennen in 2:06,53 Stunden.

Sportlehrer Peter Claudi hat acht Staffeln fürs Hölderlin-Gymnasium gemeldet, bis zum Vorabend des Laufs muss er die siebenköpfigen Teams immer wieder neu zusammenstellen. „Viele mussten krankheitsbedingt absagen“, erzählt er, „es ist Erkältungszeit, das war ein richtiges Puzzle.“ Sechs Staffeln sind es, die er schließlich gemeinsam mit Kollegin Annika Nowak am Morgen in Deutz auf den Weg durch die Kölner Veedel schickt.

„Die Laufstrecke gleicht einer Sightseeing-Tour“, schwärmen die Spezialisten von laufen.de, „nach dem Start im Rechtsrheinischen geht es über die Deutzer Brücke auf die linke Rheinseite. Danach läufst du erstmal direkt am Rhein entlang. Vorbei am Schokoladenmuseum und dem Sport- und Olympiamuseum in den Rheinauhafen. Du kannst moderne Architektur gemixt mit alten Hafengebäuden genießen. Nach der Wende in Rodenkirchen wartet schon bald die Severinstorburg in der Südstadt mit der Severinstraße als erster Stimmungshöhepunkt.“ Eben kurz nach dem Wechsel am Chlodwigplatz.

Von den Sambagruppen schwärmen die Schülerinnen und Schüler hinterher, von den verkleideten Teilnehmenden, von den Zuschauenden, die in ihren Fenstern im Kwartier Latäng sitzen und allen zujubeln. Vom DJ am Albertus-Magnus-Platz, der von der Brücke aus denjenigen einheizt, die gerade unter ihm fluchen, weil sie durch den Tunnel der Universitätsstraße laufen. „Der schlimmste Moment der ganzen Strecke“, schimpft eine Läuferin hinterher.

Darüber tröstet der gemeinsame Jubel und trösten die Medaillen hinweg, die’s zum Schluss am Zeughaus für alle Finisher gibt. Einige beißen ins Holz, so wie sie es von Olympia kennen, wenn die Sportstars fürs Siegerfoto in ihre Goldmedaillen beißen. Staffel 7 holt sich in 3:33,06 Stunden sogar Platz 19 der Schulwertung mit den 160 Teams. Und die Ersten planen schon für den 4. Oktober 2026, da wollen sie mit dem HöGy wieder im Schulmarathon starten. Und schauen, wie voll es dann sein mag.

Bericht: Frau Bettels